Erfreuliches Ergebnis auch für das Jahr 2021

Verschmelzung von drei Landkreisbanken

„Das Thema „Fusion“ begleitet die Raiffeisenbank Altdorf-Ergolding eG schon seit einigen Jahren und in den letzten Jahren sind die Zeiten für „kleine Banken“ immer schwieriger geworden“, meinte Direktor Andreas Antholzer nachdem er viele Vertreterinnen und Vertreter zur diesjährigen Vertreterversammlung im Bürgersaal in Ergolding begrüßen konnte. "Mit der heute gemeinsam zu entscheidenden Zukunftsausrichtung und der damit neuen verbundenen Struktur wollen wir die Bank für die Zukunft sichern und stärken", sagte der Vorstandsvorsitzende. Der Hauptpunkt der Vertreterversammlung war die Verschmelzung von drei Genossenschaftsbanken zur neuen Bank der Raiffeisenbank Landshuter Land eG – eine Hochzeit mit historischem Ausmaß.

Große Herausforderung für die Banken

„Nachdem die Corona-Krise noch nicht abgeklungen ist, wird die allgemeine wirtschaftliche Lage nun zusätzlich stark bestimmt vom Krieg in der Ukraine“, führte Andreas Antholzer aus. Starke Auswirkungen des Krieges erkennt Antholzer zudem in den gestiegenen Rohstoffpreisen und bei der Materialverfügbarkeit. Eine Inflationsrate von fast acht Prozent betrifft alle Haushalte und prägt die Finanzmärkte. „Durch die Zinsentscheidung Anfang Juni 2022 bereitet uns die Europäische Zentralbank auf eine Zinswende vor. In welchem Ausmaß und in welchem Tempo dies geschieht, lässt sich nicht vorhersagen. Das gestiegene Zinsniveau stellt die Bank vor neue Herausforderungen. Wir gehen davon aus, dass dies zu einer weiteren wirtschaftlichen Eintrübung und einer erhöhten Unsicherheit führen wird“, so der Vorstandsvorsitzende.
Trotz globaler Krisen, einer verhaltenen Konjunktur, politischer Turbulenzen und nicht zuletzt einer steigenden Inflation haben wir uns gut entwickelt. Die Raiffeisenbank Altdorf-Ergolding eG kann aus dem Jahresergebnis für 2021 mit einem gestiegenen Wachstum von 1,4 Prozent eine Bilanzsumme von 705 Mio. Euro ausweisen. Bei dem betreuten Kundengesamtvolumen, dies ist die Gesamtheit aller Einlagen und Kredite der Mitglieder und Kunden einschließlich der von uns betreuten Verbundprodukte, konnte eine Steigerung von 1,330 Mrd. Euro auf 1,442 Mrd. Euro erreicht werden, das ist ein Plus von 112 Mio. Euro oder 8,4 Prozent. Im Kundenkreditgeschäft konnten wir einen Zuwachs um mehr als 39 Mio. Euro auf nunmehr 394 Mio. Euro erzielen. Das im vergangenen Jahr historisch niedrigen Zinsniveau hat zu einer sehr starken Nachfrage im Bereich der privaten Wohnbaufinanzierungen geführt. Die Investitionsbereitschaft im Mittelstand und Handwerk war weiter auf sehr hohem Niveau. Als sehr guter Steuerzahler sind 1,6 Mio. Euro in die Staatskasse geflossen. Vom Jahresüberschuss in Höhe von 1,86 Mio. Euro wird nach Einstellung von 1,565 Mio. Euro in die Rücklagen ein Bilanzgewinn in Höhe von 294 Tausend Euro ausgewiesen. „Wir freuen uns, dieses Ergebnis trotz der immer noch andauernden Pandemie sowie der allgemeinen Wirtschafts- und Energiekrise unseren Vertreterinnen und Vertretern präsentieren zu können“, erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Stefan Pritscher. Unsere Kundinnen und Kunden, aber auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben erneut ein äußerst anspruchsvolles Jahr hinter sich.

Die Vertreterinnen und Vertreter haben die Ausschüttung einer zweiprozentigen Dividende beschlossen. Diese geht nun an die 8.640 Mitglieder.

Fusion von drei Banken

Weiter wurden die Vertreterinnen und Vertreter über die geplante Fusion informiert.
„Eine wahre Herausforderung, jedoch sinnvoll und zukunftsweisend, ist der Zusammenschluss der Raiffeisenbank Altdorf-Ergolding eG, der Raiffeisenbank Essenbach eG und der Raiffeisenbank Pfeffenhausen-Rottenburg-Wildenberg eG zu der Raiffeisenbank Landshuter Land eG. Die drei Banken sind ideale Partner, nicht nur durch ihre Lage im nördlichen Landkreis Landshut sondern auch, weil alle drei Banken gesunde Bilanzen, ähnliche Kundenstrukturen und eine sehr gute Ausrichtung im Kundengeschäft verzeichnen können. Das Ziel der Verschmelzung ist die Verbesserung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit und somit die Existenzsicherung der beteiligen Genossenschaftsbanken. Durch den Zusammenschluss und damit auch durch die neue Größe mit einer Bilanzsumme von zwei Mrd. Euro, mehr als 300 Mitarbeitern, 14 Geschäftsstellen und der Betreuung von 55.725 Kunden, sind wir dann gut aufgestellt und für die Zukunft gerüstet. Unsere Kunden profitieren durch ein noch besseres Beratungsangebot und wir können unsere Kräfte bündeln und so unsere Leistungsfähigkeit weiter ausbauen.“, so Direktor Josef Wittmann. „Alle Geschäftsstellen bleiben erhalten. Wir haben auch nicht vor, Arbeitsplätze zu reduzieren. Im Gegenteil, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren von dem Zusammenschluss durch die Möglichkeit neue Aufgabenbereiche innerhalb der Bank zu übernehmen. Durch mobile Arbeitsplätze und flexiblere Arbeitszeiten werden wir auch auf dem Arbeitsmarkt positiv auffallen, meinte der Vorstand.
Durch die Verschmelzung wird die Bank zunächst von den Vorständen Klaus Santner, Andreas Antholzer, Christian Beck, Jürgen Buhlmann, Gottfried Kneißl, Marco Rebl und Josef Wittmann geführt. In den nächsten Jahren wird sich der Vorstand auf vier Mitglieder reduzieren.

Abstimmung zur Fusion

Franz Penker, Regionaldirektor vom Genossenschaftsverband Bayern e.V., übernahm die Abstimmung zu Punkt 8 der Tagesordnung „Verschmelzung zur Raiffeisenbank Landshuter Land eG“. Die Vertreterinnen und Vertreter stimmten der Fusion mit 98,25 % zu.

Anpassung der Geschäftsanteile

Durch Genossenschaftsanteile können Kunden Teilhaber der Bank werden. Alle an der Fusion beteiligten Banken haben derzeit unterschiedliche Höhen an Geschäftsanteilen und Pflichteinzahlungssummen. Im Rahmen der Verschmelzung beträgt der Geschäftsanteil der vereinigten Bank in Zukunft 150 Euro. Bisher betrug der Geschäftsanteil bei der Raiffeisenbank Altdorf-Ergolding eG 200 Euro. Die Kundenanteile werden deshalb automatisch erhöht.

Dank an Mitarbeiter

Gemeinsam mit unseren Mitgliedern und Kunden konnten wir im zurückliegenden Geschäftsjahr 2021 trotz turbulenter Zeiten ein gutes Ergebnis erzielen“, so der Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Pritscher. Schwerpunkt in der ganzheitlichen Genossenschaftlichen Beratung der Kundinnen und Kunden – ob persönlich oder digital – lag neben der Strukturierung von Finanzierungsvorhaben dabei in der Optimierung der Vermögensstruktur.
„Bedanken möchte ich mich im Namen des gesamten Vorstands- und Aufsichtsratsteams bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die im von der Corona-Pandemie dominierten Jahr 2021 ganz besonderes Engagement gezeigt haben. Sie sorgten trotz der Umstände dafür, dass unsere Genossenschaftsbank auf solide Entwicklungszahlen zurückblicken kann. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind es, die sich Tag für Tag für die Belange unserer Kunden einsetzen“, so der Vorsitzende des Aufsichtsrates.

Aufsichtsrat Michael Dietl, Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Pritscher, Vorstand Josef Wittmann, Franz Penker, Aufsichtsrat Hans-Peter Deifel und Vorstandsvorsitzender Andreas Antholzer