"Wirtschaftliche Förderung der Mitglieder"

Raiffeisenbank erzielte überdurchschnittliches Ergebnis – Vier Prozent Dividende

„Wir sind unseren Kunden und mittelständischen Wirtschaftsunternehmen in der Region ein kompetenter Partner in allen finanziellen Fragen. Zweck unserer Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung sowie die Beratung unserer Kunden und Mitglieder.“ Diese Aussage des Aufsichtsratvorsitzenden Stefan Pritscher zog sich wie ein roter Faden durch die Berichte der beiden Vorstände Rudolf Koller und Andreas Antholzer bei der Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Altdorf-Ergolding eG am Montagabend im Gasthaus Popp in Reichersdorf.
 
Wie weiter zu vernehmen war, warnen Forscher vor einer regionalen Bankenkrise. Demnach seien 2018 fast zwei Drittel der Regionalen Institute wegen steigender Kosten und geringerer Erträge kaum noch konkurrenzfähig. Man werde jedoch alles daran setzen, dass die Raiffeisenbank auch in diese stürmische Zeiten am Finanzmarkt besteht, beschwor Pritscher.
Wie von Direktor Rudolf Koller zu hören war, besteht das Gremium „Vertreterversammlung nun aus 80 Vertretern, das heißt, man zählte Ende 2013 8119 Mitglieder und sei damit die mitgliederstärkste Kreditgenossenschaft im Landkreis Landshut. Es folgten unter anderem Hinweise auf die politischen Rahmenbedingungen. Eine Baustelle sei derzeit noch die in Turbogeschwindigkeit umgesetzte Bankenunion. Bezüglich Eigenkapitalanforderungen war von Koller zu hören: „Was uns weiterhin auszeichnet ist, dass wir bereits heute diese erfüllen und hierzu keine Kapitalmaßnahmen benötigen.“
 
Ein etwas trockenes aber umso erfreulicheres Zahlenwerk präsentierte der stellvertretende Direktor Andreas Antholzer, wonach die Geschäftsentwicklung der Raiffeisenbank im vergangenen Jahr erneut erfolgreich verlief und die geplanten Ziele weitgehend erreicht wurden. Im Einlagengeschäft erzielte man wiederum beachtliche Steigerungsraten und man profitierte seit der Finanzkrise weiter von dem gewachsenen Kundenvertrauen. Die Bilanzsumme sei nach wie vor ein Vergleichsmaßstab, und so konnte die Bank diese von 438 Millionen Euro auf 451 Millionen Euro steigern, was ein Plus von drei Prozent entspricht. Mit einem bilanziellen Eigenkapital von insgesamt 28,8 Millionen Euro ( 6,4 Prozent) beziehungsweise einer Kernkapitalquote von 13,68 Prozent sei man vergleichsweise gut ausgestattet. Mit 368 Millionen Euro weise die Bilanz um mehr als 4,5 Prozent höhere Vermögenswerte der Mitglieder und Kunden auf als im Vorjahr. Bezüglich den Steuerzahlungen war zu vernehmen, dass man im vergangenen Jahr einen Betrag von 1,23 Millionen Euro entrichtete, wovon 534000 Euro in Form von Gewerbesteuerzahlungen an die Kommunen im Geschäftsgebiet gingen.
Der vorgeschlagenen Dividende von vier Prozent stimmte die Vertreterversammlung ebenso zu wie der Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates. In letzterem wurden wieder Ludwig Abstreiter und Bürgermeister Wilhelm Hutzenthaler gewählt.